Vernissage Kunstsymposium | Franziskanerkloster Gransee

Vernissage Kunstsymposium | Franziskanerkloster Gransee

Die Ergebnisse des 15. internationalen Kunstsymposiums werden im ehem. Franziskanerkloster Gransee noch bis zum 5.9.2015 ausgestellt.

 

 

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Franziskanerkloster Gransee

Zum Thema "der gedeckte Tisch" hatten sich 9 ortsansässige und internationale Künstler individuelle Bildkonzepte einfallen lassen.

Diese waren zuvor in einem 10 tägigen Pleinair in der Atelierkirche in Buchholz umgesetzt worden. Die Ergebnisse können in ihrer durchdachten Hängung im 2. Stock des Klosterrelikts in Augenschein genommen werden. Besucher der Ausstellung erfreuen sich insbesondere am gelungenen Raum - Kunst - Entwurf.

Das roh belassene Ambiente des Dachstuhls mit seiner altehrwürdigen Holzständerkonstruktion bietet vielfältige Durchblicke und Perspektiven lassen sich immer wieder neu erfahren. In dieser eher monochromen Umgebung fordern die Kunstwerke zu überraschenden Momenten des Hinschauens auf - in ihrer abgesetzten und oft aufwühlenden Farbwelt.

 

 

Michael Rott | Brotkreis

Michael Rott | Brotkreis

Diese Ausstellung hat ihre Extravaganzen. Sie findet nicht, wie man annehmen könnte in einem Galerie ähnlichen Raum statt. Nein, hier ist eine Ort gewählt worden, der sich bewusst abhebt vom üblichen Kunstbetrieb. So sucht man umsonst die weißen oder gar dezent zurückweichenden Wände, die den Ausstellungsexponaten ansonsten als Hintergrund dienen.
Stattdessen scheinen die Bilder oft zu schweben, gehängt an unsichtbaren Fäden auf Wände, die nur das Auge in Erweiterung des Dachgebälkes erkennt. Durchschauwände, könnte man meinen - oder Schwebeflächen, die den Bildern etwas Losgelöstes verleihen und unbedingt im Zusammenhang gesehen werden wollen.

Deswegen sind die nachfolgend gezeigten Bilder der Ausstellungsteilnehmer auch keine Reprografien, sondern beziehen bewusst die Wechselwirkung zwischen den Besonderheiten des Ausstellungsraumes und den Belangen der Kunstwerke mit ein.

 
Frank Diersch, Deutschland

war bis 1994 Meisterschüler an der Akademie der Künste Berlin und hatte an verschiedenen Kunsthochschulen z.B. in Berlin, Wuppertal und zuletzt bis 2009 in Hamburg Lehraufträge. Er bezeichnet sich selbst als "soldier of drawing".

Im Buchholzer Symposium wurde Frank Diersch angeregt, auch mal wieder die Ölmalerei für sich neu zu entdecken.

 

 

Javis Lauva, Deutschland

ist der Philosoph unter den Malern. Er studierte Kunsterziehung, Soziologie, Philosophie, Kunstgeschichte, Psychologie und Ethnologie. Nicht nur durch seine zahlreichen Studien sondern auch bei Arbeitsaufenthalten in Spanien, Italien, Indien, Nepal, den USA erhielt er Anregung für seine abstrakte Malerei, die sich auf moderne minimalistische Art mit runden Grundformen auseinandersetzt.

 

 

Gregor Kalus, Deutschland | Polen

sein Markenzeichen ist die sparsame Umsetzung von Bildthemen in Titanweiß auf Hartfaserplatte, die er als Malgrund in die Bildfindung mit einbezieht. Er hat seinen Beruf als Wirtschaftsingenieur an den Nagel gehängt und lebt seit 2014 als freischaffender Maler in Hamburg.

 

Adele Liepa Kaunaite, Litauen

Unsere jüngste Teilnehmerin ist erst 24 Jahre alt und hat in diesem Jahr ihr Masterstudium an der Vilniuser Akademie der Künste mit Auszeichnung bestanden. Sie ist ein Multitalent und auch in der Fotografie und Poesie zu hause. Ihre farbstarken expressiven Bilder ziehen den Betrachter in ihren Bann und bleiben lange im Gedächtnis.

 

Vitautas Kaunas, Litauen

beeindruckt durch ausdrucksstarke Strandszenen. Für seine Malerei wurde er 2002 mit dem International Painting Award „Caterine de Medici“ in Florenz und 2008 auf der Internationalen Kunstmesse mit dem Palm Art Award” In Leipzig ausgezeichnet. Seine Bilder erhalten ihre besondere Aura durch mehrfache Übermalungen. Die gemeinsamen Abende bereicherte er mit seiner Gitarre und Wysotski- Liedern.

 

 

Gudrun Lomas, Deutschland

versuchte das Thema mit Rotwein, Kakao, Kaffee, Tee, Heidelbeere, Sojasauce, Senf, Rote Beete und Spinat auf Leinwand experimentell anzugehen. Dabei entstanden freie Bilder, teilweise gegossen und mit dem Löffel gemalt. Über die Ergebnisse war nicht nur sie entzückt.

 

Kuno Lomas, Deutschland

hat den Protagonisten verschiedener Ess-Stile in überlebensgroßen Portäts ein Denkmal gesetzt.

 

Michael Rott, Deutschland

zeigt drei freie assoziative Ölbilder, deren meditativer Schwebezustand durch zarte Farben und Formen erreicht wird und deren Titelgebung an die lukullischen Freuden des Sommers erinnern. Mit seiner Installation aus verschiedenen Broten bietet er dazu eine kontrapunktische Ergänzung.

 

Martin Rupprecht, Deutschland

langjähriger Professor für Bühnenbild an der UdK Berlin,

nähert sich dem Thema auf gewohnt elegante und fantasievolle Weise, indem er mit verschiedenen Materialien, Zeitungsausschnitten, gezeichneten und codierten Formeln ein Raster entwickelte, das als fiktive Speisekarten eine sehr spezielle magische Wirkung auf den Betrachter ausübt.