NORD-OST | Hans-Otto Schmidt im Tucholsky Literaturmuseum

NORD-OST | Hans-Otto Schmidt im Tucholsky Literaturmuseum

Begrüßung: Dr. Peter Böthig mit einleitenden Worten von Prof. Klaus Fussmann

 

Ausstellung im Kurt Tucholsky Literaturmuseum vom 5. Dezember 2015 - 14. Februar 2016 -

NORD-OST  mit Gemälden von Hans-Otto Schmidt

 

_MG_7539Öl auf Leinwand, Hans-Otto Schmidt, 2014


Hans-Otto Schmidt wurde 1945 als jüngstes von 6 Kindern einer Pastorenfamilie in Bützow / Mecklenburg geboren. 1948 zog die Familie nach Kladrum bei Parchim und 1958 nach Ludwigslust. 1961 wurde Hans-Otto Schmidt von der erweiterten Oberschule (Gymnasium) verwiesen und begann eine Lehre als Tischler. 1963 trat er ins Kirchliche Proseminar in Naumburg ein. Nach Wehrdienst und Berufstätigkeit als Holzfacharbeiter war er Bühnenhandwerker am Landestheater Halle und nach seinem Umzug nach Berlin ab 1965 Tischler an verschiedenen Berliner Theatern. 1972 erfolgte die Aufnahme in den Verband der bildendenden Künstler der DDR. Es folgten erste Ausstellungen (zum Beispiel im Berliner Prater). Seit 1975 arbeitete er als freischaffender Maler. 2001 verließ Hans-Otto Schmidt Berlin. Seither lebt und arbeitet er in Luisenhof (Uckermark).

 

 


Eine Gemäldeausstellung im Literaturmuseum? Was auf dem ersten Blick als nicht konform erscheint, funktioniert aber aufgrund der Themen- und Akteurauswahl sehr gut. Das feinsinnige Publikum weiß die Erweiterung des Mediums im Tucholsky Museum im Schloss Rheinsberg durchaus zu schätzen. Zudem harmonieren die zurückhaltend gestalteten Räume des Museums in unterstützender Weise mit den Exponaten.
Die mittlerweile 75. Ausstellung in diesem Rahmen hat sich als Erfolgsmodell etabliert.

Dass zum Jubiläum ausgerechnet die Werke von Hans-Otto Schmidt gezeigt werden, ist bestimmt kein Zufall.

Der Maler hat sich bereits zu DDR Zeiten einen Namen gemacht und gilt als Meister der Stille und Weite. Seine Bilder wirken durch kontemplative und magische Ausstrahlung. Seine warmen, meist gedeckten Farben zeigen Landschaften im leuchtenden Licht. Neben Stillleben und Interieurs sind in seinem Werk Stadtlandschaften ein Thema.

 

 

Trotz der erheblichen Behinderungen durch das DDR-Regime schaffte er es, nach seiner Tischlerlehre als freischaffender Maler Anerkennung zu gewinnen. Seine Bildern hängen in vielen öffentlichen Sammlungen (Nationalgalerie Berlin, Berlinische Galerie, Deutscher Bundestag u. a.) Seine Mentoren waren u. a. Konrad Knebel, Harald Metzkes und Otto Niemeyer-Holstein.

Seit 15 Jahren lebt er im Nachbarlandkreis Uckermark und schafft damit die regionalen Bezüge zum Ausstellungsort. Wer - während des Ausstellungsrundgangs - aus dem Fenster schaut fühlt sich unmittelbar in die Sujets der Gemälde von Schmidt versetzt.

 

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Tucholsky Museum im Schloss Rheinsberg 53.098353, 12.889924 Kurt Tucholsky Literaturmuseum im Schloss Rheinsberg auf Kulturort BrandenburgRheinsberg, Schloss, Rheinsberg, Brandenburg, Deutschland (Routenplaner)