Maulbeerfest Zernikow

Maulbeerfest Zernikow

Das 15. Zernikower Maulbeerfest als Nachlese auf Kulturort.

Maulbeer-Eis bekommt man nur in Zernikow - Beim diesjährigen Fest rund um die Maulbeere leuchtete der blaue Himmel mit der Farbe des Maulbeer-Eis um die Wette.

 

 

 

 

Vielleicht spielte das schöne Wetter eine Rolle zur gelungenen Umsetzung - bestimmt aber kamen die zahlreichen Besucher des diesjährigen Maulbeerfestes auf ihre Kosten. Wer bis jetzt wenig anzufangen wußte mit der Maulbeere und ihren Produktmöglichkeiten, konnte sich zum Beispiel bei einem Vortrag über die Verwendung und künstlerische Bedeutung der Seide in den preußischen Schlössern von Dr. Susanne Evers, Kustodin für Textilien der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg informieren. Es gab aber auch Filme über Maulbeer-Seidenspinner zu sehen - lebende Seidenraupen zu bestaunen, sowie Markstände rund um die Seide zu probieren.

Außerdem wurde altes Handwerk geboten. Spinnen und Färben von Wolle konnte vor Ort miterlebt werden - Silberschmiede und Töpfer boten ihre Produkte an.

Ausstellung "Drei x Graetz" in der alten Brennerei des Gutshofs

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Die Künstlerfamilie Graetz aus dem benachbarten Dagow stattet seit dem 1. August die Räumlichkeiten der alte Brennerei des Gutshofs mit ihrer Kunst aus. Vater Graetz erzählt, dass eigentlich der runde Geburtstag der Tochter Anlass zur gemeinsamen Ausstellung gegeben hat. Drei sehr unterschiedliche Räume stehen der Brennerei als Ausstellungsort zur Verfügung. Sehr unterschiedlich in Größe und Lichtführung aber mit Gemeinsamkeiten, wie der rauhe Industriecharme, die eine wunderbare Korrespondenz mit den drei Künstlerpersönlichkeiten eingehen. Tochter Sara gestaltet den ersten Raum mit großformatigen Farbfotos, die ihre Wirkung in dem fast hallenartigen Raum entfalten können. Zudem flutet Licht durch zwei wunderbare Bogenfenstern das Innere.

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ater Graetz, mit seinen schwarz/weiß Fotografien aus DDR-Zeiten bildet die Verbindung zwischen der Raumgestaltung von Mutter und Tochter.

Elli Graetz schließlich füllt den anschließenden Raum mit ihren Drucken und Grafiken.
Insgesamt eine sehr empfehlenswerte regionale Kunstschau, bei der Exponate und Räumlichkeiten zu verschmelzen scheinen. Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Initiative Zernikow entstanden ist, wird noch bis zum 30.08.2015 zu sehen sein.

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Jürgen Graetz im Gespräch mit einer Ausstellungsbesucherin