Sybille Eckhorn | Galerie, Atelier und Garten in Rosenow | Uckermark

 

Sybille Eckhorn lebt gern in und mit der Natur - und ist (skeptisch) fasziniert von Men­schen. Thema ihrer Arbeiten ist daher oft der Mensch in seiner „Viel­schich­tigkeit", die sie zur Auseinandersetzung und deren künstlerischen Umsetzung an­regt. Dabei führt sie ihre Arbeit zu humorvollen, auch ironischen Betrachtungen und Darstellungen des nicht perfekten Menschen, der menschlichen Schwächen, auch des menschlichen Eingebundenseins in gesellschaftlichen Strukturen. Ab­hängig­keiten von Obrigkeit, Herrschaft werden zum Beispiel durch skurrile, über­spitzte Darstellung in einigen Arbeiten "entmachtet".

Wilburs-Traum-g
Wilburs Traum, 2010, Acryl, 88 x 131 cm

 


Die empfundene Vielschichtigkeit zeigt sich auch in ihren Bildern. Neben "reinen" Aquarellen, Acryl- und Ölbildern, entstehen oft Bilder mit unter­schiedlichen Malmitteln. Farbflächen werden übereinander aufgetragen, teilweise wieder entfernt, so daß sich das Bild im Verlaufe des Entstehens dauernd verändert, und auch in seiner endgültigen Form helle und dunkle, durch- scheinende und deckende, leuchtende und zarte, malerische und zeichnerische Bildelemente aufweist.

Eckhorn-Gemälde-Am-See
Am See, 2014, Acryl, 80 x 60 cm


 

S-Eckhorn-auf-der-StrasseAuf der Straße, 2005, Öl, 30 x 40 cm


Oft thematisiert sie in Ihren Arbeiten das "Leben als Theater". Menschen allein, zu zweit, oder auch in Gruppen betrachten (amüsiert ?) das menschliche Spek­takel, wobei das Miteinander, das Gemeinsame manchmal fraglich, offen bleibt.

Insbesondere ist sie vom weiblichen Menschen fasziniert - allerdings nicht von der körperlichen Glattheit und langweiligen Schönheit vieler Darstellungen. Frauen verkörpern für sie mit ihrer Sinnlichkeit, ihrer Lebensfreude, ihrer runden Prallheit, viel mehr das menschliche Leben, wie sie es sich vorstellt, von dem sie träumt.

Im Laufe der Zeit hat in ihren Arbeiten zunehmend ein träumerisches Element an Bedeutung gewonnen: "das Leben als Traum", oder "die Realität des Traumes". So thematisiert sie Zustände des Suchens, des "Ausschauhaltens", der Sehnsucht nach anderen Plätzen mit erhaltener Natur, aber auch nach nicht erkennbaren Welten, nach nicht deutbaren Horizonten. Dabei entstehen verfremdete mensch­liche Körper, Fabelwesen aus Traumwelten, das Surreal-Schwebende ...

 

 
Leere Plätze, 2006, Öl, 100 x 80 cm

 

 S-Eckhorn-Roter-Stuhl
Roter Stuhl, 2012, Acryl, 99 x 78 cm