Wolfgang Büttner | Ornamentik

 

Bei der islamischen Ornamentik handelt sich es zweifellos um die nachhaltigste, phantasievollste und perfekteste Anwendung, die Ornamente in der Geschichte der Weltkultur überhaupt gefunden haben.

Mit diesen Mustern wurde der Beweis angetreten, dass Ästhetik und Mathematik eins sind. Die Ornamente werden in Arabien und weit darüber hinaus aus Keramikfliesen hergestellt. Sie zieren Wände und Decken von Palästen und Moscheen im ganzen islamischen Raum. Es sind Kunstwerke von zeitloser Schönheit, die als Sinnbild für die unendliche Mannigfaltigkeit der irdischen Erscheinungen gelten. Sie dienen zudem als Visualisierung der Einheit und Komplexität der Schöpfung.

Einige solcher Ornamenttypen sind nach bestimmten mathematischen Prinzipien (Theorie der Parkettierung) konstruiert. Diese Theorie wurde in der westlichen Welt von Mathematikern erst vor ca. 40 Jahren vollständig verstanden.

Die Entdeckung, dass die härtesten Stahlsorten ebenfalls eine fraktalähnliche Kristallstruktur wie diese Ornamente aufweisen, brachte im Jahre 2010 den Chemienobelpreis ein.

 

Buettner-Quasikristall
Quasi-Kristall



 Medallon
Medallion



Buettner-Girih-Muster
Girih-Muster