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Picasso's Gemälde "Guernica" als Lichtprojektion auf die Fassade der Heinkelwerke

 

Das künstlerisch - soziale Projekt der beiden Falkenthaler Künstler Graziella Andreone & André Grossmann befasst sich mit den politischen Hintergründen der Region Oranienburg, insbesondere während des Zeitraums von 1933 bis 1945.

Es zeigt die herausragende Bedeutung des militärisch-industriellen Komplexes in Oranienburg in der Zeit des Nazi-Regimes. Das waren im wesentlichen die Auerwerke, die Heinkel-Flugzeugwerke und später während des zweiten Weltkrieges die als "Arbeitskräfte" missbrauchten Internierten vom Konzentrationslager Sachsenhausen.
Die Auerwerke forschten an der Herstellung von spaltfähigen Uran 235, um eine deutsche Atombombe herzustellen. Das Konzentrationslager Sachsenhausen war für die Versorgung von Arbeitskräften geplant - während die deutschen Arbeitskräfte einberufen wurden. Die Heinkelwerke konzentrierten sich auf den Bau von Bomber- und Jagdflugzeugen.
Der dezentrale Bau der Heinkelwerke um Oranienburg bestätigt, dass ein Krieg eingeplant war und die Bombadierung erschwert werden sollte. In dem Heinkelwerk Warnemünde und später auch im Heinkelwerk Oranienburg wurde der Bomber He 111 hergestellt.
Am 26. April 1937 wurde mit diesem Typ Bomber als Generalprobe die kleine Stadt Guernica mit hunderten von Menschen vernichtet. Dabei wurde das baskische Städtchen systematisch eingeebnet und die Zivilbevölkerung zutiefst demoralisiert.

Kunstprojekt-Andreone-GrossmannPablo Picasso, 1937 "Guernica"

 

Um das Grauen zu verarbeiten und unvergessen zu machen, begann Pablo Picasso am 29. April 1937 - also drei Tage später - sein Gemälde "Guernica" und stellte es binnen einen Monats fertig.

Das Projekt möchte mit einer Lichtprojektion des Bildes auf die Fassade der noch vorhandenen Einflughalle der Heinkelwerke auf die damaligen Geschehnisse eingehen. Anlässlich der 800 Jahresfeierlichkeiten der Stadt Oranienburg, planen die Initiatoren mit Hilfe der Installation an Tod und Zerstörung verursachende Kriegs-Technologie der damaligen Zeit zu gedenken.

Wer die Realisierung des Projekts unterstützen möchte, kann sich an folgende Internetseite wenden:

guernica-oranienburg800.weebly.com