Ausstellungseröffnung in der Kunstkate Kraatz

Ausstellungseröffnung in der Kunstkate Kraatz

Eine besondere Ausstellung und Ihre Eröffnung erwartet die Region in der Kunstkate Kraatz -

Heimatgefühle Max Köcke – Wichmann

Zur Werkschau des Kunstmalers und Lithografen Max Köcke-Wichmann lädt die Galeristin Manuela Röhken am Samstag, den 21.11.2015 um 16:00 herzlich in die Kunstkate nach Kraatz ein.

_MG_7285-o-RKastanienbaum mit Dorf, Öl auf Leinwand, 1914

Die erste Ausstellung in den frisch renovierten Räumlichkeiten der Kunstkate ist für die Galeristin und Kuratorin in vielerlei Hinsicht ein persönliches Anliegen. "Heimatgefühle" wurde bewußt als Ausstellungstitel gewählt. Schließlich sind die Bilder in der Gegend um Kraatz entstanden. Der Künstler lebte in Ortsrandlage und der Bogen schließt sich, indem die Werke jetzt (noch bis 29.02.2016) auch in Kraatz ausgestellt werden.

Bei vielen Bildern ist ein direkter Zusammenhang zwischen dem Ausstellungsort "Kraatz" und den Motiven in der Gemäldeschau spürbar. Auch wenn die Werke schon vor 100 Jahren entstanden sind, ist das Kraatz der damaligen Zeit noch heute im Œuvre des Kunstmalers nachvollziehbar. Dem Ausstellungsbesucher drängt sich unwillkürlich der Frage auf, was sich seit Köcke-Wichmanns Wirkungszeiten verändert hat. Nicht allzuviel - möchte man meinen. Das Wesentliche scheint unangetastet.
Der Privatsammler Hans-Jürgen Wähner aus Buberow ermöglichte das Zustandekommen der Werkschau mit Leihgaben aus seinem Fundus. Der Impressionist Max Köcke-Wichmann nahm an der großen Berliner Kunstausstellung 1924 und 1926 teil. Er war ein Schüler Liebermanns und Meisterschüler im Atelier von Professor Ulrich Hübner. Im Dritten Reich kam seine künstlerische Tätigkeit zum Erliegen. Sein Atelier, die Wohnung und somit seine Arbeiten fielen den Bomben zum Opfer.
Max Köcke-Wichmann wohnte mit seiner Frau Emy Köcke-Potthoff nach dem Krieg zurückgezogen in Kraatz. An den Liebermannschüler erinnern Bilder im Heimatmuseum Gransee während auf dem Kraatzer Friedhof die letzte Skulptur der Bildhauerin Emy Köcke-Potthoff zu sehen ist. Sie schmückt die gemeinsame Grabstätte des Paares.

Der Ausstellungstitel „Heimatgefühle“ hat Ausstellungsmacherin angeregt, Margot Schröder einzuladen. Sie stellt in einer Lesung ein druckfrisches Buch in plattdeutscher Sprache von Reinhard Meyer vor, welches sie illustriert hat. Es sind Kurzgeschichten in einer Mundart, die in der letzten Generation auch hier nochgesprochen wurde.


Buchtitel: „Beter dreemal lachen, as eenmal na´n Doktor!“
Das Buch kann während der Ausstellung vor Ort erworben werden.

 

Max Köcke-Wichmann
19.4.1889 – 18.2.1962


Am 19. April 1889 wurde der Kunstmaler und Lithograf Max Köcke-Wichmann in Berlin-Charlottenburg geboren.
Er besuchte von 1907-1911 die Hochschule der bildenden Künste in Berlin und war Mitglied im Verein Berliner Künstler.


Max Köcke-Wichmann war ein Liebermannschüler und Meisterschüler im Atelier von Professor Ulrich Hübner.
Mit dem Bild „Kartoffelernte“ nahm der Impressionist an der Großen Berliner Kunstausstellung 1924 teil. 1926 stellte er ein weiteres Werk in der Ausstellung vor.
Max Köcke-Wichmann war verheiratet mit der Bildhauerin Emy Köcke-Potthoff.
Im Dritten Reich kam seine künstlerische Tätigkeit zum Erliegen, sein Atelier und somit seine Arbeiten fielen den Bomben zum Opfer. Die gemeinsame Wohnung des Paares wurde ebenfalls zerstört.


Nach 1945 lebte das Paar zurückgezogen in einem Haus auf einem Landstück zwischen Kraatz und Buberow.


Am 18. Juli 1953 verstarb Emy Köcke-Potthoff plötzlich.
Nach dem Tod von Max Köcke-Wichmann am 18. Februar 1962 wurde für das Künstlerpaar ein Doppelgrab auf dem Kraatzer Friedhof mit der letzten Skulptur der Bildhauerin geschmückt.